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Monokulturelle Nadelwälder sind brandgefährlich

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28.8.2025
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Eine neue Studie der TU Berlin zeigt, wie stark vor allem monokulturelle Nadelwälder und der menschliche Einfluss zur Brandgefahr beitragen und was jetzt getan werden muss, um Wälder besser zu schützen.

Die Zunahme von Extremwetterereignissen infolge des Klimawandels führt auch in Deutschland zu einer steigenden Gefahr durch Waldbrände. Besonders die vergangenen Sommer waren in großen Teilen des Landes von anhaltenden Dürreperioden geprägt, die das Risiko signifikant erhöhen und bereits zu zahlreichen Waldbränden geführt haben. Aufgrund der starken Frühjahrsdürre in diesem Jahr brannten bereits Anfang Mai im Landkreis Spree-Neiße rund fünf Hektar Wald.

Monokulturelle Nadelwälder verstärken die Gefahr

Ein Forscherinnenteam des Fachgebiets Geoinformation in der Umweltplanung an der Technischen Universität Berlin hat sich mit dieser Problematik beschäftigt. In einer aktuellen Studie untersuchten die Masterabsolventin Katharina Horn, Dr. Stenka Vulova, Hanyu Li und Prof. Dr. Birgit Kleinschmit (TU Berlin und Präsidentin des Thünen-Instituts) die Waldbrandsensibilität in Brandenburg unter aktuellen sowie zukünftigen klimatischen Bedingungen.

Brandenburg ist aufgrund seiner sandigen Böden und großflächigen monokulturellen Nadelwälder besonders anfällig für Dürre und Feuer. Die Forscherinnen zeigen, dass Art und Zustand der Vegetation entscheidend zur Entstehung von Waldbränden beitragen. Studien belegen, dass monokulturelle Wälder nicht nur häufiger, sondern auch stärker von Bränden betroffen sind. Besonders Kiefernwälder gelten durch ihren hohen Gehalt an Harzen und Ölen als leicht entflammbar.

Datenanalyse mit Hilfe von Machine Learning

Für die Analyse nutzte das Team verschiedene Geodaten, darunter klimatische Informationen, Vegetationsdaten wie Kronendichte und dominante Baumarten sowie die Entfernung zu Siedlungsflächen. Mithilfe des maschinellen Lernverfahrens „Random Forest“ identifizierte das Team mit den gesammelten Daten Waldflächen, die unter gegenwärtigen oder künftigen klimatischen Bedingungen ein besonders hohes Brandrisiko aufweisen.

Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass insbesondere die Entfernung zu urbanen Gebieten, der Anteil von Laubwald und die Nähe zu Eisenbahnlinien das Waldbrandrisiko stark beeinflussen und damit erhöhen. „Über 96 Prozent der Waldbrände sind menschengemacht“, erklärt Katharina Horn. „Insofern spielt auch die Landnutzung eine große Rolle.“

Zukunftsszenarien und Handlungsempfehlungen

Veränderungen der Waldbrandsensibilität im Vergleich zu 2016: Abbildung a zeigt für das Jahr 2022 einen Anstieg der Waldbrandsensibilität gegenüber dem Referenzjahr 2016. Geht man von einer gleichbleibenden Landnutzung aus, ist bis zum Ende des 21. Jahrhunderts mit einer weiteren Zunahme zu rechnen (Abb. b). Werden jedoch künftige Landnutzungsveränderungen berücksichtigt, sinkt die Waldbrandsensibilität in vielen Regionen Brandenburgs deutlich (Abb. c).Copyright: Katharina Horn.

Die Studie vergleicht die Waldbrandsensibilität in den Jahren 2016, 2022 sowie für den Zeitraum 2081 bis 2100 unter verschiedenen Klimaszenarien. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Bevölkerungsabnahme in ländlichen Regionen, z.B. durch Abwanderung in Städte, das Waldbrandrisiko langfristig verringern könnte, da der direkte menschliche Einfluss dort abnimmt. Bleiben die Landnutzung und der menschliche Einfluss jedoch unverändert, ist im Zuge des Klimawandels in Zukunft in vielen Regionen Brandenburgs mit einer deutlichen Zunahme der Waldbrandgefahr zu rechnen.

Die Autorinnen betonen daher die Notwendigkeit konkreter Maßnahmen. Dazu zählen der gezielte Umbau der Wälder hin zu resilienten Mischwäldern, ein verbessertes Monitoring zur Vorhersage von Brandrisiken sowie eine intensivere Aufklärung der Bevölkerung über Brandursachen. „Schon ein achtlos weggeworfener Zigarettenstummel kann angesichts zunehmend längerer Trockenperioden einen Großbrand auslösen“, warnt Horn. „Wälder sind längst nicht mehr nur im Sommer gefährdet. Auch im Frühjahr oder Winter führen Dürren zunehmend zu früher Waldbrandgefahr. Das zeigt auch die aktuelle Entwicklung in Brandenburg: „Schon im April dieses Jahres wurden mehr Waldbrände verzeichnet als in den Vorjahren.“

Besonders wichtig sei es, sich regelmäßig über die aktuelle Waldbrandwarnstufe zu informieren, etwa über den Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes. Auch politische Maßnahmen seien dringend erforderlich. „Da wir im Zuge des Klimawandels in Brandenburg künftig einen Anstieg von Dürreereignissen erwarten müssen, ist es wichtig, dass die Politik jetzt gezielt in Waldbrandprävention investiert. Der Umbau zu resilienten Mischwäldern wurde bereits begonnen, ist jedoch ein langfristiger Prozess, der kontinuierlich gefördert werden muss.“

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