Klima-Frieden Osnabrück und Osnabrücker Land e.V. | Logo
Klima-Frieden Osnabrück und Osnabrücker Land e.V. | Logo
Start
Aktuelles
Veranstaltungen
Die Initiative
Mitgliedschaft
Kontakt
Start
Aktuelles
Veranstaltungen
Die Initiative
Mitgliedschaft
Kontakt

Der Klimawandel betrifft nur die Anderen


16.1.2026


 Uhr


Obwohl die Gefahren des Klimawandels für Gesundheit, Existenz und Lebensqualität in der wissenschaftlichen Gemeinschaft weitgehend unbestritten sind, zeigen zahlreiche Studien: Viele Menschen sehen diese Risiken eher als Problem für andere – nicht für sich selbst. Eine umfangreiche Meta-Analyse, kürzlich veröffentlicht in der Fachzeitschrift Nature Sustainability, bündelt 83 Studien mit über 70.000 Teilnehmenden aus 17 Ländern.

Das Ergebnis ist deutlich: 65 Prozent der Befragten schätzten ihr eigenes Risiko durch klimabedingte Gefahren niedriger ein als das anderer. Dieser sogenannte Self-Other-Bias bedeutet, dass Menschen Risiken generell eher bei anderen sehen als bei sich selbst – selbst wenn sie das Phänomen des Klimawandels grundsätzlich anerkennen.

Forschende aus Göteborg und Gävle haben nun festgestellt, dass diese Wahrnehmungsverzerrung so stark sein kann, dass sie klimapolitische Entscheidungen und persönliches Handeln verzögert. Betroffene machen die Gesundheitsgefahren zu „fernen“ Problemen und begreifen sie nicht als unmittelbare Bedrohung für das eigene Leben. Grundlage dieser Einschätzung ist die Meta-Analyse von 83 Studien mit mehr als 70.000 Teilnehmenden aus 17 Ländern, die zeigt, dass klimabezogene Risiken systematisch unterschätzt und eher als etwas wahrgenommen werden, das andere betrifft als einen selbst.

„Die von uns zusammengestellten Studien messen nicht das tatsächliche Risiko der Menschen. Wir können nicht feststellen, ob die individuellen Risikoeinschätzungen zu optimistisch sind, aber auf Gruppenebene sehen wir deutlich, dass die Mehrheit ihr eigenes Risiko als geringer einschätzt als das anderer“, sagt Magnus Bergquist, Dozent für Psychologie an der Universität Göteborg.

Es kommt darauf an, mit wem man sich vergleicht

Eine zentrale Frage der Studie war, mit wem sich die Menschen vergleichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Wahl der Referenzgruppe eine wichtige Rolle spielt: Die Risikoeinschätzungen sind am stärksten verzerrt, wenn sich Menschen mit „allgemeinen anderen“ vergleichen – etwa mit Mitbürgern oder der Menschheit insgesamt. Besonders ausgeprägt ist dieser Effekt zudem in Ländern mit einem geringeren allgemeinen Klimarisiko. Die Forschenden beobachteten ihn in Europa, den Vereinigten Staaten und Asien, wobei die Diskrepanz in Europa am deutlichsten ausfiel.

Erfahrung führt zu einer realistischeren Einschätzung

81 der 83 in die Meta-Analyse einbezogenen Studien zeigten, dass die Teilnehmenden ihr eigenes Risiko sowohl in Bezug auf extreme Wetterereignisse als auch auf allgemeinere klimabezogene Gefahren als geringer einschätzten als das anderer oder als unterdurchschnittlich.

„Wir haben diesen Effekt in allen Studien außer zwei festgestellt, in denen die Teilnehmenden Landwirte in China und Südkorea waren, die direkt mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert sind. Das deutet darauf hin, dass direkte Erfahrungen den Effekt verringern“, erklärt Pär Bjälkebring, Dozent für Psychologie an der Universität Göteborg.

Fehleinschätzung des Risikos verzögert Klimaschutzmaßnahmen

Insgesamt deuten die Ergebnisse der Meta-Analyse darauf hin, dass die Wahrnehmung klimabezogener Risiken häufig verzerrt ist – ein Umstand, der notwendige Maßnahmen verzögern kann. „Selbst wenn Menschen die tatsächlichen Risiken des Klimawandels erkennen, scheinen viele sie in erster Linie als etwas zu betrachten, das andere betrifft. Diese psychologische Verzerrung kann im schlimmsten Fall sowohl die Anpassung an den Klimawandel als auch die Bemühungen zu seiner Eindämmung verlangsamen“, sagt Magnus Bergquist.

Die Location

Melden Sie sich an!

Ihre Angaben
Ernährungspräferenzen*
 Vielen Dank für Ihre Anmeldung.
Diese gilt hiermit als bestätigt, sofern Sie keine anderslautende Nachricht von uns erhalten.
 Ups … Da hat etwas nicht geklappt.

Noch mehr vom Klima-Frieden Osnabrück und Osnabrücker Land e.V.

Klimaschutz: Veränderung beginnt im Kleinen und direkt vor unserer Haustür


21.1.2026


 Uhr


Alexander Seebold, M. Sc. in Business and Management, ausgebildeter Groß- und Außenhandelskaufmann mit technischer Leitungserfahrung in den Bereichen Schwammstadt, nachhaltige Infrastruktur und Produktentwicklung, hat über viele Jahre hinweg Projekte in …

Mehr dazu

Kommunales Engagement zum Erhalt der biologischen Vielfalt


16.1.2026


 Uhr


Die Wichtigkeit des Erhalts der Biodiversität rückt verstärkt in den Fokus der deutschen Kommunen. In einer Befragung des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) im Auftrag von KfW Research gaben 15 Prozent der Kommunen an, dass sie bereits eine …

Mehr dazu

Ein neuer Blick auf die Rolle der Biodiversität


16.1.2026


 Uhr


Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie und der Universität Kiel haben experimentelle Belege dafür vorgelegt, dass eine Verringerung der Pflanzenartenvielfalt die chemischen Signale von Pflanzen sowohl in ganzen Gemeinschaften als auch bei …

Mehr dazu

Pflanzen als lebende Sensoren für städtische Umwelt


16.1.2026


 Uhr


Pflanzen spiegeln die städtischen Klima- und Bodeneigenschaften präzise wider. Mit Hilfe von über 80 Millionen Beobachtungen aus Pflanzenbestimmungs-Apps gelang es Forschenden des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie nun, ein detailliertes Bild …

Mehr dazu

Fachkräfte im Mittelstand gewinnen und halten


8.12.2025


 Uhr


Im Eröffnungsgespräch des Kongresses „Fachkräfte im Mittelstand gewinnen und halten“, zwischen Mark Gieseke, Geschäftsführer der Gieseke GmbH, und Michael Hafemann, Vorstandsvorsitzender der Unternehmervereinigung Klima-Frieden Osnabrück und Osnabrücker Land …

Mehr dazu

Klimaschutz im Unternehmen richtig bewerten


21.10.2025


 Uhr


Emissionsbilanz aufstellen, Klimaschutzmaßnahmen evaluieren und die effizientesten zuerst umsetzen: Forschende dreier Fraunhofer-Institute haben eine Methode entwickelt, mit der Unternehmen aller Branchen ihre Klimaschutzmaßnahmen nach ökologischen und …

Mehr dazu

Kongress „Fachkräfte im Mittelstand gewinnen und halten“


24.9.2025

13.11.2025

10:00
 Uhr

Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) | An d. Bornau 2 | 49090 Osnabrück

Der Wettbewerb um Fachkräfte stellt viele mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen. Wie Betriebe ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern und Mitarbeitende langfristig binden können, steht im Mittelpunkt des Kongresses „Fachkräfte im …

Mehr dazu

Netzwerkabend 02.10.2025


24.9.2025

2.10.2025

19:00
 Uhr

Osnatech GmbH – InnovationsForum | Gewerbepark 9–11 | 49143 Bissendorf

Wir laden herzlich ein zum nächsten Netzwerkabend von Klima-Frieden Osnabrück & Osnabrücker Land e.V.

Mehr dazu

Kongress „Klimawandel & Städte“


12.8.2025

2.9.2025

9:30
 Uhr

DBU Zentrum für Umweltkommunikation

Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst in unseren Städten spürbar: Hitzewellen, Trockenheit, Schadstoffbelastung – verbunden mit neuen Herausforderungen für Gesundheit, Infrastruktur und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wie können Städte …

Mehr dazu

Netzwerkabend 05.06.2025


6.6.2025

5.6.2025

18:15
 Uhr

Zoo Osnabrück | Klaus-Strick-Weg 12 | 49082 Osnabrück

Unser jährlicher Netzwerkabend im Zoo steht bevor. Auch dieses Jahr laden wir nicht nur unsere Mitglieder, sondern auch deren Partner und/oder Kinder ein.

Mehr dazu

Kongress „Lösungen für eine autonome Energieversorgung”


19.3.2025

20.10.2022

9:30
 Uhr

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) | An der Bornau 2 | Osnabrück

Die Energiekrise, unsere Abhängigkeiten und unsere Chancen und Möglichkeiten, uns besser aufzustellen, waren die Themen unserer Veranstaltung „Lösungen für eine autonome Energieversorgung“ am 20ten Oktober 2020 in den Räumen der Deutschen Bundesstiftung …

Mehr dazu

Kongress „Aktiv gegen den Klimawandel“


19.3.2025

15.3.2022

18:30
 Uhr

Vienna House Remarque | Natruper-Tor-Wall 1 | 49076 Osnabrück

Unseren Wäldern geht es nicht gut. Trockenheit, Hitze und Schädlingsbefall setzen ihnen zu. Die Beschädigung der Wälder ist in Deutschland sogar noch deutlich stärker ausgeprägt, so das Bundeslandwirtschaftsministerium, als in den meisten anderen Ländern …

Mehr dazu
Klima-Frieden Osnabrück und Osnabrücker Land e.V. | Logo






SatzungComplianceImpressumDatenschutzCookies